Stadtführungen in Oslo

Oslo zieht als Hauptstadt Norwegens nicht nur jedes Jahr über 100 Kreuzfahrtschiffe an und bietet mit Color Line eine tägliche Direktlinie zwischen Kiel und Oslo, sondern verfügt auch über preisgünstige Flugverbindungen zu mehreren deutschen Städten. Hinzu kommt dass es Oslo während der letzten Jahre auch gelang zur Gruppe jener Städte aufzusteigen, die zu einem Wochenende in einer nordischen Hauptstadt einladen. Ein Vorteil Oslos ist zudem dass, trotz der enorm hohen Lebensmittelpreise, Hotelzimmer noch auf einem relativ preisgünstigen Niveau liegen.

Der komplette Oslo-Guide

Wie jede andere Stadt Skandinaviens, so kann man natürlich auch Oslo mit Hilfe von Büchern, Prospekten, Apps und auf Internet entdecken. Diese Methode erlaubt es auf jeden Fall alle wichtigen Bauwerke zu finden und einen Eindruck von der norwegischen Hauptstadt zu gewinnen, auch wenn man bedenken sollte, dass man auf diese Weise nur die oberflächlichen Informationen sammelt, jedoch kein echtes Gefühl zu Oslo aufbauen kann und über die Sehenswürdigkeiten nur sehr knapp informiert wird. Um Oslo wirklich zu entdecken und seine Rolle innerhalb Skandinaviens, auch im historischen Sinn, zu verstehen, ist ein Stadtführer mit sehr guten lokalen Kenntnissen unumgänglich. Dies gilt insbesondere für Reisgruppen, die oft mit eigenen Reisleitern ankommen, denen dann leider oft jedes nordische Gefühl fehlt, da sie nie in einem nordischen Land lebten, sondern nur theoretisches, teilweise veraltetes Wissen vermitteln können.

Das Rathaus in Oslo
Foto: Herbert Kårlin

Wer Oslo daher wirklich kennenlernen will, sollte auf jeden Fall zu einer Führung greifen, möglichst zu Fuß, mit Hilfe der Straßenbahn oder mit dem Fahrrad, notfalls aber auch mit einem der Busse, die zumindest an einigen der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten kurz vorbeifahren und den Keim für einen tieferen Besuch Oslos säen können. Wer nicht gehbehindert ist, sollte auf jeden Fall erwägen zu Fuß zu gehen und nur zu etwas weiter entfernten Sehenswürdigkeiten die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen oder zum Reisebus greifen. In nur vier bis fünf Stunden kann man in Oslo auch bei einer Stadtführung zu Fuß fast alle bedeutenden Sehenswürdigen entdecken, die man dann anschließend im Alleingang noch tiefer erschließen kann, da es innerhalb von vier oder fünf Stunden natürlich nicht möglich ist auch mehrere Museen oder Bauwerke genauer zu erkunden, von einem Besuch auf dem Dach der Oper abgesehen, was nahezu ein Pflichtbesuch in Oslo ist.
 
Wer nur einen einzigen Tag in Oslo verbringt, zum Beispiel all jene, die während einer Kreuzfahrt nach Oslo kommen, wird bei einer guten Stadtführung sehr viel über die norwegische Mentalität, über Sehenswürdigkeiten, die Geschichte und die Kultur des Landes erfahren, das erst 1658 seine heutige Größe einnahm und sogar erst 1905 selbständig wurde, eine Erfahrung, die man nie wieder vergessen wird. Ein Tag reicht allerdings nicht aus um auch alle Kleinode Oslos zu sehen, aber ein lokaler Stadtführer wird jedem Besucher der Stadt die Tipps geben um ein besonderes Erlebnis mit nach Hause nehmen zu können, denn vielleicht will man in Oslo auch ein Kaufhaus besuchen, ein Museum entdecken oder ein besonderes Bauwerk besuchen.
 
Eine Stadtführung in Oslo kann, je nach Gruppe oder Interesse, sehr unterschiedlich aussehen, denn ein guter Stadtführer ist auch bereit seine Tour und seine Erzählungen den Wünschen der Besucher Oslos anzupassen, aber auch Tipps zu einer tieferen Entdeckung der Stadt bieten und einige Anekdoten erzählen, die die meisten Reisebegleiter aus Deutschland nicht einmal kennen. Bei einem guten Stadtführer wird keine Stadtführung der anderen gleichen, da Oslo, wie sehr viele andere Städte im Norden, sehr viele Gesichter hat und sich der Stadtführer weitgehend den Wünschen und den Interessen der Besuchers anpasst, oder auch gezielt thematische Führungen anbietet.